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| | Die Sprache (in
Schwung) bringen... |
Eine
Sprache zu sprechen bedeutet - genauso wie das Erlernen
- mehr, als nur die Regeln der Grammatik anzuwenden. Eine
gesprochene Sprache ist wesentlich pragmatisch, das heißt,
sie
bezieht sich auf das eigene Handeln - und darauf, was die
Gesprächspartnerinnen und -partner tun.
Lernen
ist natürlich auch ein Handeln, da es in der Regel in der
Zusammenarbeit mit anderen erfolgt, die mit einer Absicht
diesen Lernprozess eingehen.
Das
Geschehen in einem Kurs oder im Austausch mit einer
Person kann aber auch als ein permanenter Zeichentausch und
Interpretationsprozess verstanden werden - das ist der semiotische
Zugang. Die Bedeutung eines Wortes zu
erklären heißt, wechselseitig zu übersetzen, wobei sich
interkulturelle Kommunikation ereignet. Die Bedeutung ist
nämlich nicht
neutral, sie hat Kontexte, und kulturelle und soziale Bedingungen, die
diese Bedeutung produzieren. Weniger
wichtig ist, wie
Ferdinand de Saussure geschrieben hat, das Zeichen selbst; wichtiger
ist, was sich in dessen Umgebung befindet.
Im
Unterschied also zu
Formen des Dialogs, wo die Beteiligten ihre Positionen markieren und
danach lediglich ihre Unterschiede fest/stellen, können sich hier
Verschiebungen im kulturellen Symbolsystem ereignen, weil die Elemente
der Sprache, die erlernt wird, in dieser
nicht isoliert herumstehen, sondern einen Kontext haben: Kulturelle
Normen und deren Überschreitungen,
Arbeits- und Lebensweisen, Konventionen, politische Regelungen,
Gesetze...
Also kann beim Unterrichten von Deutsch die Sprache
Deutsch nicht als ein fixer Gegenstand präsentiert werden. Sie ist
wesentlich dynamisch - auch dadurch, dass sie von weiteren
Sprecherinnen und Sprechern erlernt und somit gebracht wird.
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Rosetta - ein elektronisches Deutsch-Lern-Programm
| | Arbeitsbedingungen
der Daf-Lehrenden |
Sprache
zu
bringen ist eine wunderschöne und faszinierende Arbeit; wer
einmal
eine neue Sprache erlernt hat, vergisst diese das ganze Leben nicht
mehr. Und oft auch nicht den Lehrer oder die Lehrerin, der oder die
dabei geholfen hat. Doch wie sehen eigentlich die typischen
Arbeitsbedingungen dieser Leute aus?
Eine
Trainerin oder ein Trainer für Deutsch als Fremdsprache
arbeitet normalerweise in prekären
Dienstverhältnissen, in Österreich als sog. "freie
Dienstnehmer". Zwar
kranken- und pensionsversichert, aber ohne Arbeitslosenversicherung,
ohne bezahlten Urlaub und ohne Absicherung im Krankheitsfall. Immer
verfügbar, immer freundlich, eine flexible
Manöveriermasse,
denn für den freien Dienstnehmer
oder die freie Dienstnehmerin kann der Kurs schon im nächsten
Monat
'aus'
sein, ohne dass klar ist, ob es einen Ersatz gibt. Das hängt
oftmals davon ab, ob man mit dem Chef oder der Chefin gut kann.
Frei
und wieder nicht
Während
die Lernenden (zu Recht)
erwarten, dass 'ihr' Lehrer oder
'ihre' Lehrin gut ausgebildet und vorbereitet ist und sich an ihren
Bedürfnissen orientiert,
erwarten der Chef bzw. die Chefin einer privaten Sprachschule im Grunde
genommen nur eine erneute Anmeldung
der Teilnehmenden für den Folgekurs. Obwohl formal 'frei'
als
Dienstnehmer (und das bedeutet egentlich auch bei der Gestaltung der
Kurse), ist
die
Arbeitssituation von sehr wenig Freiheit und stattdessen von
Zwängen
geprägt. Das erfährt man spätestens dann,
wenn einmal
Probleme in einem Kurs auftauchen - dann werden die realen
Kräfteverhältnisse und Interessen auf einen Schlag
offensichtlich.
Geld,
Geld, Geld In Wien kann man
für eine Unterrichtseinheit Deutsch als
Fremdsprache zwischen acht und fünfunddreißig Euro
verdienen
- normal ist ein Betrag von etwa 17 Euro, inklusive Vorbereitung,
abzüglich Steuern und dem eigenen Antzeil an den Sozialbagaben
(derzeit 13,85%). Noch vor zehn Jahren waren die typischen
DaF-Lehrenden
nebenberuflich in diesem Job tätig. Sie hatten einfach Spass
daran, die deutsche Sprache weiterzugeben, aber sie mussten von dieser
Entlohnung nicht leben. Heute ist das oftmals anders. Wer von diesem
wunderbaren Beruf leben will, braucht mindestens zwei Kurse pro Tag -
wer Familie
mit Kindern hat, drei. Das ist zu viel, wenn die Stunden direkt
hintereinander liegen, dann kann es vorkommen, dass die Lehrenden 9
Stunden ohne wirkliche Pause Deutsch unterrichten.
Es stellt sich die
Frage, wie lange wir Unterrichtenden dies als eine
nicht zu ändernde Normalität akzeptieren werden .
Sebastian
Reinfeldt (Siehe
auch meinen Text über Prekariate im Semiosisblog) |
| | NEU:
Radionachrichten auf Deutsch mit Wortschatz und Erklärungen. Quelle:
Deutsche Welle. | Online
Übungen
zum Deutschlernen | | (Anmerkung: Meiner
Meinung nach
können solche Übungen keinen Deutschkurs, kein
ernsthaftes
Tandem oder auch kein Einzeltraining ersetzen. Dies sind aber
nützliche Seiten für die Dinge der Sprache, die man
einfach
immer parat haben sollte.) |
| DaF
Portal | Interdeutsch (alle Stufen, unter »Studien-
bibliothek»
interaktive Übungen) | Schreibübungen
(Diktate,
Text- und Satzpuzzles) | | Grammatik-komplett
| Übungsseite
eines DaF-Lehrers
(für
jede/jeden etwas) | Rechtschreiben | | Arbeitsblätter
(PDF) | Language-Lab (viele
Themen z.B. Verben mit Präpositionen- sehr
ausführlich - .at) |
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